Schreibt man „gang und gäbe“ oder „gang und gebe“?
Die korrekte und empfohlene Schreibweise lautet: gang und gäbe.
Die Form gang und gebe ist falsch und zählt zu den häufigen Rechtschreibfehlern im Deutschen.
In korrekten Texten, im redaktionellen Sprachgebrauch und in Wörterbüchern wird deshalb durchgängig
gang und gäbe verwendet – klein geschrieben und mit ä.
Beispiele:
- Online-Bewerbungen sind heute in vielen Unternehmen gang und gäbe.
- Kontaktloses Bezahlen ist im Alltag längst gang und gäbe.
- Flexible Arbeitszeiten sind in manchen Branchen bereits gang und gäbe.
Was ist richtig: „gang und gäbe“ oder „gang und gebe“?
Richtig ist nur gang und gäbe.
Die Schreibweise gang und gebe ist keine zulässige Alternative, sondern eine falsche Form.
Das wird auch im
Duden zur Redewendung „gang und gäbe“
sowie auf
Duden: „gang und gebe“ als Falschschreibung
eindeutig so dargestellt.
Auch
Korrekturen.de zur Verwechslung von „gang und gäbe“ und „gang und gebe“
weist darauf hin, dass nur die Variante mit gäbe korrekt ist.
Herleitung und Bedeutung von „gang und gäbe“
Die Redewendung „gang und gäbe“ stammt aus dem Mittelhochdeutschen und hat sich im Lauf der Zeit von der konkreten Bedeutung im Handel und Münzwesen zu einem allgemeinen Ausdruck für üblich, verbreitet, allgemein anerkannt entwickelt.
Ursprünglich bezeichnete „gang“ etwas, das im Umlauf ist – etwa Münzen, die üblicherweise akzeptiert wurden.
Der Teil „gäbe“ geht auf das alte Verb „geben“ zurück und bedeutete so viel wie etwas, das man bedenkenlos geben kann, also etwas Annehmbares und Gewöhnliches.
Zusammengenommen entstand so die Bedeutung von etwas, das allgemein üblich und akzeptiert ist.
Heute bedeutet „gang und gäbe“ also so viel wie üblich, verbreitet oder allgemein üblich.
Gemeint ist etwas, das im Alltag oder in einem bestimmten Bereich längst normal geworden ist.
Weitere Hintergründe zur Herkunft und Bedeutung findest du unter GfdS – Wie erklärt sich „gang und gäbe“?.
Warum schreiben viele fälschlich „gang und gebe“?
Der Fehler entsteht meist, weil viele Menschen die feste Redewendung gedanklich mit dem Verb geben verbinden.
Dadurch wirkt gebe auf den ersten Blick vertraut, obwohl die Form in dieser Wendung nicht korrekt ist.
Tatsächlich handelt es sich bei gang und gäbe um eine feste sprachliche Verbindung, deren Schreibweise nicht frei verändert wird. Genau deshalb bleibt nur diese Form richtig.
Merksatz: So prägst du dir die richtige Schreibweise ein
- Richtig ist immer: gang und gäbe.
- gäbe schreibt man mit ä, nicht mit e.
- Die gesamte Redewendung wird im Satz normalerweise klein geschrieben.
Ein einfacher Merksatz lautet:
Was allgemein üblich ist, ist gang und gäbe.
Fazit
Wenn du die Redewendung richtig schreiben möchtest, verwende immer gang und gäbe.
Die Form gang und gebe ist orthografisch falsch und sollte in professionellen Texten vermieden werden.


