Ist akademisches Ghostwriting legal

Die wahrscheinlich am häufigsten gestellte Frage an uns Ghostwriter, wenn wir von unserem Job erzählen: „Ist Ghostwriting überhaupt legal?“ Die Antwort fällt kurz und knapp aus: in Deutschland ja. Doch was ist Ghostwriting überhaupt und wie grenzt es sich von akademischem Ghostwriting ab? Gelten dort dieselben Grundsätze? Was passiert, wenn ich beim Ghostwriting  „erwischt“werde? Diese Fragen beantworten wir in diesem Beitrag, wobei wir darauf hinweisen möchten, dass es sich hierbei
nicht um eine Rechtsberatung handelt. Wir verlinken dir aber ein paar entsprechende Seiten im Text.

 

Was ist Ghostwriting?

Ganz allgemein fertigt hier ein sogenannter Ghostwriter nach Auftragserteilung durch den Auftraggeber einen maßgeschneiderten Text an. Dabei kann es sich zum Beispiel um ein Buch oder auch Songtext handeln. Der Ghostwriter erhält dafür eine Vergütung, wird aber nicht als Autor oder Autorin aufgeführt. Diese Dienstleistung ist schon recht alt und wurde bereits in der Antike in Anspruch genommen. Genannt werden hier häufig die Redenschreiber von Platon, Caesar und anderen. Heutzutage kennen viele den Begriff des Ghostwritings im Zusammenhang mit Politik und Wirtschaft, aber auch bei Biografien berühmter Persönlichkeiten geht man wahrscheinlich schon davon aus, dass ein Ghostwriter am Werk war.

Was ist akademisches Ghostwriting?

Wer einen wissenschaftlichen Ghostwriter beauftragt, trifft eine vertragliche Vereinbarung zur Erstellung eines Werkes (Werkvertrag gem. § 631 BGB). In diesem Kontext handelt es sich meistens um eine Hausarbeit, Bachelorarbeit, Masterarbeit und ähnliches. Die sogenannte Privatautonomie sichert dabei zu, dass jede rechtsfähige Person ihre rechtlichen Verhältnisse grundsätzlich frei gestalten kann. Das bedeutet in diesem Zusammenhang meistens, dass sich der Ghostwriter zur Erstellung einer vereinbarten Leistung verpflichtet. Gleichzeitig verzichtet er oder sie auf seine Ansprüche gemäß dem Urheberrecht und überträgt die Nutzungsrechte an den Auftraggeber. Dieser ist wiederum verpflichtet, die vereinbarte Honorarzahlung zu leisten.

Ist Ghostwriting legal in Deutschland?

Wenn jemand einen Ghostwriter beauftragt, um akademische Arbeiten schreiben zu lassen, ist das zunächst legal. Hier wird häufig das Grundsatzurteil des OLG Frankfurt (Az: 11 U 51/08) herangezogen. Hier heißt es sinngemäß, dass es nicht zu beanstanden sei, dass ein Urheber die eigene Urheberschaft verschweigt und dem Auftraggeber gestattet, die erstellte Arbeit als seine eigene zu veröffentlichen. Außerdem urteilt das Oberlandesgericht, dass es dabei nicht darauf ankäme, in welchem Bereich die Dienstleistung erbracht wurde. Damit kann also festgehalten werden, dass akademische Arbeiten ebenso im Sinne einer Ghostwriting-Tätigkeit erstellt werden können wie Biografien, Fachbücher und ähnliches.

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Wann wird akademisches Ghostwriting strafbar?

Die Beauftragung eines Ghostwriters kann in bestimmten Fällen rechtliche Folgen haben. Ghostwriter erstellen nämlich nur Vorlagen für wissenschaftliche Arbeiten. Du solltest den erstellten Text also nicht 1:1 übernehmen und mittels eidesstattlicher Erklärung bestätigen, dass du die Arbeit selbst und ohne fremde Hilfe angefertigt hast. Inwieweit die Vorlage allerdings umgeschrieben werden muss, kann nicht pauschal beantwortet werden. Auch die strafrechtliche Relevanz solltest du mit einem
Anwalt oder einer Anwältin besprechen. Tiefergehende Informationen erhältst du direkt auf den Seiten der Anwält:innen oder Kanzleien. Andere Quellen sind oft mit Werbelinks von Ghostwriting-Agenturen versehen und daher wahrscheinlich nicht ganz so objektiv.

Kann Ghostwriting auffliegen?

Dazu muss erst einmal geklärt werden, ob du wirklich Ghostwriting oder ein Plagiat meinst. Wenn also dein Ghostwriter einen Text verfasst, der einzigartig ist und den wissenschaftlichen Standards im Hinblick auf die Zitierweise entspricht und du ihn als Vorlage verwendest, wie soll dort jemand etwas beanstanden? Hast du allerdings den Verdacht, dass es sich bei Textstellen um Plagiate handelt, sieht das anders aus. Ein Plagiat ist nämlich eine unrechtmäßige Aneignung von fremdem Gedankengut, welches als das eigene ausgegeben wird. In diesem Fall hilft dir ein Plagiatsscanner weiter. Damit kannst du recht sicher beurteilen, ob dein  Ghostwriter sauber gearbeitet hat. Viele bieten diese Scans auch von sich aus bereits an.

Fazit

Akademisches Ghostwriting ist im Sinne eines Werkvertrags völlig legal, wenn du die vom Ghostwriter erstellte Vorlage nicht bei deiner Hochschule als eigene Prüfungsleistung einreichst. Schreibst du den gelieferten Text aber um, hast du nichts zu befürchten. Um einen geeigneten Ghostwriter zu finden, dem du vertrauen kannst, solltest du gründlich recherchieren und all deine Ängste und Sorgen in einem direkten Austausch klären. Bei Meet your Writer hast du die Möglichkeit, alle Fragen ganz persönlich vorab zu klären und Bewertungen für die vergangenen Leistungen deines Ghostwriters abzurufen. Hier kannst du auch gerne nach einem Plagiatsscan oder einem KI-Detektor fragen und bist somit auf der sicheren Seite.